Wer im nächsten Jahr eine Flugreise nach Neuseeland unternehmen will, wird dafür tiefer in die Tasche greifen müssen. Wie die Zeitung "New Zealand Herald" berichtet, hat die Regierung im Haushalt für 2016 eine neue Passagiersteuer eingeplant. Ankommende Passagiere sollen demnach mit 16 Dollar (10,50 Euro) und abfliegende Passagiere mit sechs Dollar (vier Euro) zur Kasse gebeten werden. Zusammen mit den bereits bestehenden staatlichen Gebühren verteuern sich die Steuern für einen Hin- und Rückflug dadurch auf 36 Dollar (23,80 Euro).

Die im Ticketpreis enthaltene Flughafengebühr muss separat ausgewiesen werden. Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) gegen Air Berlin entschieden. Nach der aktuellen Rechtslage muss eine Fluggesellschaft personengebundene Steuern und Gebühren erstatten, wenn die Kunden ihren Flug nicht antreten und diese Kosten deshalb entfallen. Doch nur wenn die Gebühren und Steuern offen ausgewiesen seien, wisse der Kunde, wie hoch sein Erstattungsanspruch ist, sagt Kerstin Hoppe, Rechtsreferentin beim VZBV.

Urlauber und Geschäftsreisende aus Deutschland, die eine Reise nach Kanada planen, können vom 1. August an auf das Online-Formular für die neue "Electronic Travel Authorization" (ETA) zugreifen. Das neue Verfahren, das an das ESTA-Verfahren in den USA angelehnt ist und dessen Einführung schon zweimal verschoben wurde, wird erst für Einreisen ab dem 15. März 2016 zwingend sein.